Sicherheitsplanung bei Veranstaltungen 2026

Die Digitalkonferenz des Bundesverband Veranstaltungssicherheit

Programm Digitalkonferenz am 12.03.2026

Der Vorsitzende des Bundesverband Veranstaltungssicherheit eröffnet die Digitalkonferenz und gibt einen Ausblick auf den Tag.

Sanitätsdienstplanung im Wandel der Zeit

Die Anforderungen an die Sanitätsdienstplanung bei Veranstaltungen haben sich grundlegend verändert. Starre Rechenmodelle wie die Maurer-Formel werden der heutigen Komplexität von Veranstaltungen, Besucherströmen und Risikolagen nicht mehr gerecht.

In seinem Vortrag zeigt der Experte Dennis Eichenbrenner, warum moderne Sanitätsdienstplanung mehr ist als eine einfache Formel: Sie basiert auf belastbaren Daten, Veranstaltungscharakter, Erfahrungswerten und einer fachlichen Bewertung durch qualifiziertes Personal. Anhand praxisnaher Beispiele wird deutlich, wie zeitgemäße Planungsansätze zu mehr Sicherheit, besserer Ressourcennutzung und höherer Akzeptanz bei Behörden und Veranstaltern führen.

Ein Vortrag für alle, die Veranstaltungssicherheit nicht verwalten, sondern aktiv weiterentwickeln wollen.

Foto: Anke Hesse

Der Runderlass in Hessen – Chancen zum Erhalt von Veranstaltungen/ Kultur oder zusätzliche Risiken zum Verlust von Veranstaltungen/ Kultur aufgrund der hohen Anforderungen der erforderlichen Zufahrtsschutzmaßnahmen bei Veranstaltungen in Hessen. Sowie ein kurzer Ausblick in den neuen derzeit in Überabeitung befindlichen Leitfaden „Sicherheit bei Großveranstaltungen“ in Hessen, welcher voraussichtlich im Frühjahr/ Sommer 2026 veröffentlich wird.

In diesem kompakten Vortrag zeigt Robin Bauer auf, welche Funktionen für die Umsetzung sicherer Veranstaltungen benötigt werden, und bietet eine Übersicht über mögliche Abgrenzungen der Verantwortungsbereiche. Anhand praxisnaher Beispiele wird erläutert, welche Funktionen im Veranstaltungsablauf entscheidend sind und wie deren Einbindung maßgeblich die Sicherheitskonzeption beeinflusst. Ein prägnanter Überblick für alle, die Verantwortung übernehmen und Veranstaltungen sicher gestalten wollen.

Eventpsychologie verbindet Erkenntnisse aus Psychologie und Eventmanagement. Der Vortrag zeigt, wie psychologische Effekte – sogenannte Behavioral Patterns – gezielt eingesetzt und für das eigene Verhalten reflektiert werden können, um Kommunikation und Abläufe bei Veranstaltungen sicherer zu gestalten. Im Fokus stehen bewusste und unbewusste Entscheidungsmuster, typische Denkfehler und kognitive Verzerrungen, die das Verhalten von Gästen und Mitarbeitenden beeinflussen können.

Alles scheint geregelt mit Crowd Management, SiKo, Zufahrtsschutz, doch wurden wirklich alle sicherheitsrelevanten Dinge bedacht? Falco Zanini geht den oft übersehenen Dingen nach und zeigt auf, wie diese blinden Flecken ins Helle geholt und gelöst werden können.

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Das Technische Komitee ISO/TC 292 und die WG 7 „Guidelines for Events“ erarbeiten internationale Normen für das Zusammentreffen von Menschen und verfolgen das Ziel, länderübergreifend Regelwerke zu etablieren, mit denen diese sicher gestaltet werden können. Der Vortrag gibt zunächst einen Einblick in die grundsätzliche Fragestellung, wie sich das Thema aus nationaler Sicht einordnen lässt, ohne Regelungen 1:1 zu übernehmen, die andernfalls als zu dominant wahrgenommen werden könnten bzw. nicht akzetiert werden. Im zweiten Teil wird die bereits bestehende Normenfamilie sowie die derzeit in Abstimmung befindliche ISO 22353 mit ihren Vor- und Nachteilen vorgestellt. Daran anknüpfend wird die daraus abgeleitete deutsche Position erläutert.
 
Vita:
Christian A. Buschhoff ist geprüfter Meister für Veranstaltungstechnik, technischer Projektleiter sowie Gründer der Arbeitsgruppe Veranstaltungssicherheit (AGVS). Er ist als Verleger und Fachautor tätig und engagiert sich seit vielen Jahren aktiv in nationalen und internationalen Normungsgremien (u. a. ISO, USITT, DIN, IGVW).

Gemäß § 43 Abs. 1 MVStättVO kann die Erstellung eines Sicherheitskonzepts auch dann verpflichtend werden, wenn es die Art der Veranstaltung verlangt. Wie aber kann die Art der Veranstaltung bewertet werden? Die systematische und transparente Identifikation und Bewertung von Gefährdungen in einer Risikoanalyse bildet somit das Rückgrat eines Sicherheitsplanung und schafft die Grundlage für das geforderte Sicherheitskonzept. Damit aber nicht nur gegenüber den Genehmigungsbehörden damit demonstriert wird im „grünen Bereich“ zu sein, sind die Gefahren ernst zu nehmen und konkrete Maßnahmen abzuleiten. Der Vortrag führt in die Thematik ein und zeigt unterschiedliche Methoden der Risikoanalyse auf.

Thomas Sakschewski ist Professor für Veranstaltungsmanagement und -technik im Studiengang Theater- und Veranstaltungstechnik und -management an der Berliner Hochschule für Technik sowie Mitgesellschafter der eve risk GmbH. Er ist Autor zahlreicher Publikationen im Themenkreis Veranstaltungsmanagement und Sicherheitsplanung. Darunter das mittlerweile in dritter Auflage vorliegende Standardwerk zur Sicherheitsplanung „Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen“.

Vom Routinebetrieb in den Ernstfall – Stunden, Tage und Wochen danach – ein Erfahrungsbericht aus der Praxis.

Planung vs Umsetzung
 
Die wichtigsten Schritte zur erfolgreichen Umsetzung der Sicherheitsplanung
 
Was hilft die beste Planung, wenn die Umsetzung nicht gelingt? 
In diesem Vortrag erörtern wir kurz und knackig die wichtigsten Punkte zur optimalen Umsetzung der Sicherheitsplanung und häufige Fallstricke. 

Rechtssicherheit ist eine unverzichtbare Grundlage moderner Sicherheitsplanung bei Veranstaltungen. Der Vortrag verdeutlicht, warum rechtskonforme Vorgehensweisen bei Risikoanalyse, Maßnahmenableitung und Umsetzung untrennbar mit fachlicher Wirksamkeit verbunden sind. Zugleich wird aufgezeigt, weshalb selbst sachlich richtige Sicherheitslösungen im Ereignis- oder Schadensfall an Bedeutung verlieren können, wenn Entscheidungen nicht rechtssicher begründet, lückenlos dokumentiert und für Dritte nachvollziehbar sind. Im Mittelpunkt stehen belastbare Prozesse, klar definierte Verantwortlichkeiten und transparente Entscheidungswege.

Ticketbuchung

99,- €, exkl. MwSt.