Der Zufahrtsschutz bei Veranstaltungen gehört heute zu den anspruchsvollsten Themen der Veranstaltungssicherheit. Während Veranstalter, Kommunen und Sicherheitsbehörden gemeinsam das Ziel verfolgen, Besucherinnen und Besucher bestmöglich zu schützen, stellen sich in der Praxis zahlreiche Fragen: Welche Maßnahmen sind angemessen? Wie sieht ein wirksames Zufahrtsschutzkonzept aus? Welche technischen und organisatorischen Möglichkeiten stehen zur Verfügung? Und wo liegen die jeweiligen Verantwortlichkeiten?
Spätestens seit den Ereignissen der vergangenen Jahre ist deutlich geworden, dass Zufahrtsschutz weit mehr ist als das Aufstellen von Fahrzeugsperren. Vielmehr erfordert er eine sorgfältige Sicherheitsplanung, die unterschiedliche Fachdisziplinen zusammenführt und die individuellen Gegebenheiten jeder Veranstaltung berücksichtigt.
Genau hier setzt die Digitalkonferenz „Zufahrtsschutz bei Veranstaltungen“ des Bundesverbands Veranstaltungssicherheit (BVVS) am 15. Oktober 2026 an.
Zufahrtsschutz braucht mehr als technische Lösungen
Die Anforderungen an den Zufahrtsschutz haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Neue Gefährdungslagen, unterschiedliche Anforderungen der Genehmigungsbehörden sowie eine Vielzahl technischer Möglichkeiten machen die Planung komplexer denn je.
Gleichzeitig zeigt die Praxis, dass es keine universelle Standardlösung gibt. Jede Veranstaltung bringt eigene Rahmenbedingungen mit sich. Deshalb sind ganzheitliche Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen gefragt, die organisatorische, technische und infrastrukturelle Maßnahmen miteinander verbinden.
Ebenso wichtig ist die Frage nach den Verantwortlichkeiten. Der Schutz vor terroristischen Angriffen ist eine staatliche Aufgabe. Veranstalter tragen Verantwortung für die sichere Durchführung ihrer Veranstaltungen, benötigen dafür jedoch klare Rahmenbedingungen sowie eine enge Zusammenarbeit mit Behörden und weiteren Beteiligten.
Wissen teilen – gemeinsam bessere Lösungen entwickeln
Die Digitalkonferenz bringt Expertinnen und Experten aus Planung, Beratung, Architektur, Kommunen und Verbänden zusammen. Ziel ist es, Erfahrungen auszutauschen, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und gemeinsam praktikable Handlungsempfehlungen für den Zufahrtsschutz bei Veranstaltungen zu entwickeln.
Dabei stehen nicht theoretische Modelle im Mittelpunkt, sondern konkrete Erfahrungen aus der Praxis.
Das Programm der Digitalkonferenz
Den Auftakt gestaltet Dennis Eichenbrenner, Vorsitzender des Bundesverbands Veranstaltungssicherheit, mit der Begrüßung der Teilnehmenden und einer Einordnung der aktuellen Herausforderungen.
Im Anschluss beleuchtet Frank Siebold (a33 Architekten) die Planung stationärer Systeme und deren Umsetzung. Er zeigt auf, welche Anforderungen bei der Integration stationärer Schutzsysteme berücksichtigt werden müssen.
Marten Pauls von campo event-engineering widmet sich der Erstellung von Zufahrtsschutzkonzepten und gibt Einblicke in die strukturierte Planung wirksamer Schutzmaßnahmen.
Mit dem Vortrag „Zufahrtsschutzmaßnahmen jenseits von Sperren“ zeigt Stephan Trogus (SIKO.team), dass wirksamer Zufahrtsschutz weit über physische Barrieren hinausgeht und immer im Gesamtkontext der Veranstaltung betrachtet werden sollte.
Welche Herausforderungen sich bei der dauerhaften Integration stationärer Schutzsysteme im öffentlichen Raum ergeben, erläutert Daniel Schlatter von S+ Sicherheitsberatung anhand des Themas „Städtebauliche Herausforderung – stationäre Systeme einbinden“.
Nach der Mittagspause führt Dennis Eichenbrenner einen interdisziplinären Workshop zur Schutzzieldefinition im Zufahrtsschutz durch. Gemeinsam mit den Teilnehmenden werden unterschiedliche Sichtweisen und Anforderungen diskutiert.
Anschließend stellt Prof. Thomas Sakschewski den neuen Sammelband „Zufahrtsschutzkonzepte für Veranstaltungen und Märkte“ vor und gibt einen Überblick über die darin zusammengeführten Erkenntnisse.
Die kommunale Perspektive bringt Finn Brüning vom Deutschen Städte- und Gemeindebund ein. Sein Beitrag zeigt, welche Herausforderungen Städte und Gemeinden beim Zufahrtsschutz bewältigen müssen und wie eine gute Zusammenarbeit mit Veranstaltern gelingen kann.
Zum Abschluss der Fachvorträge erläutert Florian Haidvogl , Leiter des NRW-Standortes der SIKO.team GmbH, die Rolle von Normen und Regelwerken im Zufahrtsschutz und geht der Frage nach, welchen praktischen Nutzen sie für die tägliche Sicherheitsarbeit bieten.
Den inhaltlichen Abschluss bildet eine Paneldiskussion mit den Referierenden. Gemeinsam diskutieren sie die Frage:
„Zufahrtsschutz – wohin geht es?“
Im Mittelpunkt stehen aktuelle Entwicklungen, zukünftige Anforderungen sowie die Zusammenarbeit zwischen Veranstaltern, Behörden und weiteren Akteuren.
Für wen ist die Digitalkonferenz geeignet?
Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an
- Veranstalter,
- Produktionsleitungen,
- Sicherheitsverantwortliche,
- Fachkräfte für Veranstaltungssicherheit,
- Mitarbeitende von Kommunen und Genehmigungsbehörden,
- Planungs- und Ingenieurbüros,
- Beratungsunternehmen,
- Betreiber von Veranstaltungsstätten sowie
- alle Fachleute, die sich mit Sicherheitsplanung und Zufahrtsschutz beschäftigen.
Jetzt anmelden und vom Erfahrungsaustausch profitieren
Veranstaltungssicherheit lebt vom Austausch unterschiedlicher Perspektiven. Die Digitalkonferenz bietet die Möglichkeit, aktuelle Entwicklungen einzuordnen, von den Erfahrungen ausgewiesener Expertinnen und Experten zu profitieren und gemeinsam über praktikable Lösungen für den Zufahrtsschutz bei Veranstaltungen zu diskutieren.
Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihr Fachwissen zu erweitern, wertvolle Impulse für Ihre tägliche Arbeit mitzunehmen und sich mit anderen Akteuren der Branche zu vernetzen.
Jetzt zur Digitalkonferenz „Zufahrtsschutz bei Veranstaltungen“ anmelden und Teil des fachlichen Austauschs werden.




